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Haflinger-Pentagon Sàrl-GmbH

Montag, 29.06.2026

Reform der Tierzuchtverordnung tut not

Warum das Bundesamt, Leiter Christian Stricker, die eigenständige Pferdezuchtverordnung blockiert – und wie sie finanziert werden könnte

Die längst fällige Trennung der Pferdezuchtverordnung von der Tierzuchtverordnung wird vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) – Leiter Fachbereich Tierzucht, Christian Stricker – nicht vollzogen. Damit bleibt eine eigenständige, zeitgemässe Regelung der Schweizer Rassepferdezucht blockiert – obwohl Gesetzgeber und Bundesrat eine solche Verordnung vorgegeben haben.

Dass die Mittel dafür vorhanden wären, zeigt ein einziger Blick an die Grenze. Allein die Einfuhren lebender Pferde und Ponys haben im Jahr 2019 – bei real 3’765 eingeführten Tieren – Zoll- und Mehrwertsteuereinnahmen von rund 4’641’705 Franken in die allgemeine Bundeskasse gebracht. Der Zollanteil beruht auf den tatsächlichen Stückzahlen und den festen Ansätzen; der Mehrwertsteueranteil ist auf der Grundlage geschätzter Durchschnitts-Kaufpreise berechnet (CHF 3'000.00).

Zählt man die Einfuhren von Pferdefleisch und die übrigen Abgaben aus dem Pferdebereich hinzu, erreichen die jährlichen Einnahmen des Bundes gegen 6 Millionen Franken. (Siehe Importe-Abrechnung)

Mit einem Bruchteil dieser Mittel liesse sich finanzieren, woran es der professionellen Schweizer Rassepferdezucht heute fehlt: eine Unterstützung der Qualitäts-Fohlenaufzucht. Ohne eine solche Förderung ist eine wirtschaftlich tragfähige Rassepferdezucht in der Schweiz nicht möglich.

Das gilt im Besonderen für die Rassen mit «Swissness»-Anerkennung – das Schweizer Warmblut, den Haflinger und die Franches-Montagnes. Unterstützungsbeiträge für Qualitäts-Aufzuchtfohlen wären ein Entgegenkommen der Bundesbehörden, um die Pferdezucht im Sinne der Pferdezuchtverordnung neu zu beleben.

Eine Wiedervereinigung der Schweizer Rasse-Pferdezuchtverbände und ihre Zusammenarbeit mit dem BLW – wie es die vom Gesetzgeber und vom Bundesrat vorgegebene Verordnung verlangt – könnte die Schweizer Rassepferdezucht, deren Entwicklung über Jahre massgeblich vom BLW – zunächst unter Niklaus Neuenschwander, heute unter Christian Stricker – dirigiert wurde, neu beleben.

Eine Förderung der Qualitäts-Fohlenaufzucht aus den genannten, im Pferdebereich generierten Einnahmen ist nicht zu viel verlangt. Sie wäre der überfällige erste Schritt einer Reform, die diesen Namen verdient.


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